Samstag, 14. Februar 2026, 20 Uhr -- Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße
- martinehgartner
- 6. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Komödie, Deutschland 2025, 112 min.
Regie: Wolfgang Becker
Mit: Charly Hübner, Christiane Paul, Leon Ullrich, Leonie Benesch
Eine herzenswarme Komödie über Geschichte als Mythos, die Tücken Deutscher Erinnerungskultur und das Leben als Spiel des Erinnerns, Vergessens und Erfindens. Ein vergnügliches Lehrstück über die Hierarchie der Geschichtsschreibung und ein Film über die Kraft des Geschichtenerzählens.
Michael Hartung (Charly Hübner) scheint vom Pech verfolgt. Der Videothekenbesitzer ist hoffnungslos verschuldet und wird bald von einem ehrgeizigen Journalisten kontaktiert. Dieser ist auf der Fährte einer ganz großen Story: Im Juli 1983 soll Hartung als Mitarbeiter der deutschen Reichsbahn eine Massenflucht aus der DDR orchestriert haben. Das ginge aus Stasi-Akten hervor. Demnach wurde eine S-Bahn, die in Bahnhof Friedrichstraße angekommen ist, aufs falsche Gleis manövriert, um so die Weiterfahrt nach West-Berlin für alle 127 Passagiere zu ermöglichen. Hartung soll der Strippenzieher dahinter gewesen sein, so stehe es in den Stasi-Unterlagen. Tatsächlich stimmt nur ein Bruchteil davon, doch das liebe Geld, dass Hartung für die Bestätigung der Story geboten wird, ist zu verlockend.
Schon kurz nachdem die Story publik gemacht wird, erhält der ehemalige DDR-Bürger zahlreiche Einladungen in Talkshows und macht Bekanntschaft mit Paula (Christiane Paul). Sie war einst als Kind in dem Zug nach West-Berlin. Während sich zwischen Michael und Paula romantische Gefühle entwickeln, muss Michael sich aus dem Dickicht aus Lügen befreien.
Am 12. Dezember 2024 ist Wolfgang Becker kurz nach Ende der Dreharbeiten verstorben. Zum Gedenken an den Erfolgsregisseur, der mit „Good Bye, Lenin!“ Kinogeschichte geschrieben hat, erfolgte nun genau ein Jahr nach seinem Tod der Kinostart seines letzten Films, DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE, den seine künstlerischen Wegbegleiter, Regisseur Achim von Borries und Produzent Stefan Arndt, in Wolfgang Beckers Sinne zu Ende gebracht haben.













