Sa. 2. Februar 20 h -- Womit haben wir das verdient

Komödie, Österreich 2018, 92 Minuten

Regie und Buch: Eva Spreitzhofer

Schauspieler: Caroline Peters, Chantal Zitzenbacher, Simon Schwarz, Marcel Mohab, Hilde Dalik, Duygu Arslan, Alev Irmak, Pia Hierzegger, Christopher Schärf

Verleih: Luna Filmverleih

 

Die atheistische, feministische Oberärztin Wanda steht ihrem schlimmsten Albtraum gegenüber - ihre 16jährige Tochter ist online zum Islam übergetreten und trägt nun Hijab und Abaya. Eine Culture-Clash-Komödie von Eva Spreitzhofer.

 

Wanda (Caroline Peters) hat ein glückliches Leben. Sie ist erfolgreiche Oberärztin, Mutter einer 16jährigen Tochter (Chantal Zitzenbacher) und einer Adoptivtochter (Anna Laimanee) aus Vietnam. Sie hat einen jüngeren Lebensgefährten (Marcel Mohab) und einen Ex-Mann (Simon Schwarz) mit dem sie sich gut versteht. Und sie hat vor allem eines: Haltung. Schon in WG-Zeiten kämpften sie, ihr Ex Harald und ihre beste Freundin Elke (Pia Hierzegger) für Frauenrechte, gegen Rassismus und die Auswüchse des Kapitalismus. Wanda ist, wie könnte es anders sein, streng atheistisch.

 

Genau deshalb zieht es Wanda so dermaßen die Schuhe aus, als ihr Tochter Nina  bei der Familientherapie in aller Ruhe und Gelassenheit eröffnet, sie sei zum Islam übergetreten. Nina trägt ab sofort Kopftuch und heißt jetzt Fatima, alhamdulillah!
Für Wanda ein völliger Albtraum: Wo sind die Zeiten hin, als sie Nina spätnachts vom Flex abholen musste und Nina sie als spießig beschimpfte, bevor sie ihr das Auto vollkotzte?

 

Die Besetzung macht klar, wie selten wir im österreichischen Film einen diversen Cast überhaupt zu sehen kriegen, bekannte Stars und Publikumslieblinge machen auch in Nebenrollen große Freude, darunter „4Blocks“-Star Kida Khodr Ramadan, Emily Cox und der heimliche „Die Migrantigen“-Star Ali Salman. Wer Michou Friesz, Doron Rabinovici und Maschek-Mitglieder erkennt, kriegt ein Mitarbeitsplus.

 

Wie reagiert eine atheistische Feministin, wenn ihre Tochter plötzlich online zum Islam übergetreten ist, nur noch Kopftuch trägt und ihren Namen von Nina auf Fatima ändert? Eva Spreitzhofer spielt in ihrem ersten Kinofilm „Womit haben wir das verdient?“ mit Klischees und stellt dabei furchtlos große Fragen: Was ist radikal? Wie weit geht Toleranz und wann ist damit Schluss? Was bedeutet es, wenn im Jahr 2018 mitten in Europa Frauen Hijab tragen, um „ihre Reize“ zu verstecken? Ist das Selbstbestimmung und Freiwilligkeit oder eine Rückkehr ins Mittelalter?

In ihrer hinreißenden Comedy beweist die Regisseurin, dass man das Ausverhandeln von gesellschaftspolitisch brisanten Themen keinesfalls kampflos dem Arthouse-Drama überlassen darf, sondern Grenzen am besten in Komödien ausgelotet werden.

Laut Spreitzhofer „gibt es in diesem Film nichts, was es nicht auch in der Realität gibt, denn das Leben ist immer verrückter und lustiger als die   Fantasie von DrehbuchautorInnen. Und so ist dieses Werk eine Komödie für AtheistInnen ebenso wie für Menschen mit Religionshintergrund.“

Es war der Regisseurin wichtig, für unterschiedliche Zielgruppen sehr eigene und sehr persönliche Identifikationsmöglichkeiten und Humorebenen zu schaffen.

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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